Zertifizierung von Blitzschutzfirmen

Der TÜV Hessen zertifiziert Blitzschutzfachbetriebe, die den Qualitätsansprüchen des Standes der Technik gerecht werden. Hierzu hat der TÜV Hessen einen Kriterienkatalog entwickelt, der die konkreten Anforderungen für eine Zertifizierung definiert.

Logo Zertifizierter Blitzschutzbetrieb

Mit der Zertifizierung wird sichergestellt, dass ein Blitzschutzbetrieb für seine Kunden alle betriebsinternen Voraussetzungen geschaffen hat, um den aktuellen Blitzschutz dem heutigen Standards entsprechend umzusetzen. Dies betrifft alles von der Planung über die Ausführung bis zur Prüfung der Blitzschutzanlage. Dabei werden die Vorraussetzungen für die Rechtssicherheit genauso wie für eine kosteneffektive Auslegung des Blitzschutzsystems geschaffen.

Die rechtlichen und normativen Anforderungen sind heutzutage auch im Blitzschutz derart komplex, dass Betreiber von Anlagen häufig nur noch durch die Beratung externer Experten deren richtige Umsetzung erfüllen können. Für den Betreiber von Anlagen ist oft nicht nur die Frage nach den rechtlichen Mindestanforderungen entscheidend, sondern was darüber hinaus sinnvoll ist, um beispielsweise eine hohe Produktionsverfügbarkeit zu erreichen. Hierzu wenden sich Anlagenbetreiber in aller Regel an einen Blitzschutzfachbetrieb.

Erfahrungen und Haftung
Während der Abnahme einer Blitzschutzanlage kommt es immer wieder dazu, dass kostspielige Nachbesserungen erforderlich werden, die im Vorfeld vermeidbar gewesen wären. Hieraus kann im Ereignisfall eine komplexe haftungsrechtliche Situation erwachsen, in der sowohl den Blitzschutzbetrieb als auch den Anlagenbetreiber eine Teilschuld trifft. Darüber hinaus sind die Anforderungen an moderne Blitzschutzsysteme sehr komplex; so umfasst beispielsweise die aktuelle Norm (DIN EN 62305) fast 500 Seiten.

Zertifizierungsablauf

Vor dem Zertifizierungstermin
1. Vorgespräch zum Ablauf, den Anforderungen und der Vorgehensweise
2. Ermittlung des Sachkundigen
3. Identifizierung von Prüfobjekten (mit getrenntem Blitzschutz)
4. Ggf. Vorprüfung von Unterlagen (z.B. Schulungsunterlagen)
5. Ggf. Abstimmung zur Erfüllung des Kriterienkatalogs

Während des Zertifizierungstermins
1. Darstellung der Organisation des Betriebs
2. Darstellung der Aufgabenabgrenzung
3. Darstellung der Schulungsorganisation des Betriebs
4. Einsehen des Archivs - Stichprobe
5. Abarbeitung des Kriterienkatalogs
6. Fachgespräch mit Monteur
7. Besichtigung der Werkstatt
8. Standortbesichtigung (Abnahme getrenntes Blitzschutzsystem)

Nach dem Zertifizierungstermin
1. Ggf. Nachprüfung von Unterlagen (Klärung von Abweichungen)
2. Ausstellung des Zertifikats
3. Aufnahme auf der Online - Positivliste
4. Übersendung von Fahrzeugaufklebern, Zertifizierungslogo
5. Rezertifizierung alle 1 bis 2 Jahre

Zertifizierungsumfang
Der erforderliche Zeitaufwand für die Erstzertifizierung ist abhängig von der Unternehmensgröße. Bei mittleren Blitzschutzunternehmen ist mit einem Aufwand von ca. einem Tag zuzüglich der Standortbesichtigung mit der Prüfung der getrennten Blitzschutzsysteme zu rechnen.

Im Rahmen einer Erstzertifizierung ist die Prüfung von getrennten Blitzschutzanlagen an zwei Standorten vorgesehen. Bei der Rezertifizierung wird ein Standort geprüft, auch der Aufwand für die Prüfung des Kriterienkatalogs verringert sich. Eine Rezertifizierung wird alle zwei Jahre durchgeführt, sofern die vorangegangene Zertifizierung ohne Abweichungen verlief. Sollten sich bei der Zertifizierung wesentliche Abweichungen gezeigt haben, so ist eine Re-Zertifizierung nach einem Jahr erforderlich.

Zertifizierte Betriebe
Zertifizierte Unternehmen dürfen das Logo "zertifizierter Blitzschutzbetrieb" führen und dieses Logo beispielsweise auf Ihrem Geschäftspapier oder Ihren Fahrzeugen verwenden.

Zur Positivliste der zertifizierten Blitzschutzfirmen gelangen Sie hier

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