TÜV Hessen: Zweites Training für südkoreanische Prüfer

Kooperation mit K-Eco

TÜV Hessen trainiert südkoreanische Chemie-Inspektoren zu Techniken der Anlagenprüfung. Die Ausbildung ist Teil eines Memorandum of Understanding zwischen TÜV Hessen und der südkoreanischen Korea Environment Corporation (K-eco), das im Frühjahr 2018 unterzeichnet wurde. Ziel des Trainings ist, die Sicherheit mit der Prüfung von chemischen Anlagen in Südkorea weiter zu verbessern. Die südkoreanischen Inspektoren erhalten dafür in Seminaren, praktischen Arbeiten und Workshops das notwendige Know-how. Mit Exkursionen gewinnen die Teilnehmer zudem praktischen Eindrücke der zeitgemäßen Anlagenprüfung. In diesem Jahr fand bereits das zweite Training der Mitarbeiter von K-eco statt.

 

Die Korea Environment Corporation (K-eco) ist die oberste Umweltbehörde in Südkorea. Gemeinsam mit TÜV Hessen will die Organisation die Sicherheit mit den Prüfungen von chemischen Anlagen in Südkorea weiter verbessern. TÜV Hessen trainiert deshalb die Inspektoren von K-Eco zu Sicherheitsdiagnosen, der Betriebssicherheitsverodnung, digitalen Prüftechniken und dem Europäischen Anlagenrecht im Allgemeinen.

 

Auf dem Trainingsplan steht beispielsweise, welche Verfahren zur visuellen Inspektion von Tanks, Druckbehältern, Pumpen oder Rohrleitungen am besten geeignet sind. Ein weiteres Thema sind die Merkmale und Gefahren der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen von chemischen Anlagen. Abnutzungserscheinungen wie Korrosion oder anormale chemische Reaktionen sind zusätzliche Risiken, die während der Schulung behandelt werden.

 

Bei den Trainingseinheiten verfolgt Thore Lapp, Bereichsleitung Industrie Service von TÜV Hessen und Vice President International Projects TÜV SÜD einen ganzheitlichen Ansatz. Dabei wurde der komplette Lebenszyklus von Anlagen berücksichtigt: von der Genehmigung über die Inbetriebnahme bis zum möglichen Rückbau. Neben den systematischen Methoden zur Gefahrenerkennung und der Risikobewertung standen auch neue Prüftechnologien und die Digitalisierung des Prüfgeschäfts im Fokus.

 

Um das Training der Inspekoren möglicht praxisnah zu gestalten, standen mehrere Exkursionen auf dem Programm, etwa zum Industriepark Höchst, einem innovativen Chemiestandort in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit TÜV Hessen-Mitarbeiter Klaus Behr und dem Sachverständigen Klaus Stein wurden zudem die haustechnischen Anlagen im TÜV Hessen-Standort in Frankfurt untersucht. Nach der erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung erhielten die Teilnehmer das Zertifikat „Qualifizierter Prüfer für die chemische Prüfung von Anlagen mit gefährlichen Chemikalien“. Das dritte Training der Chemie-Inspektoren wird bereits für 2020 geplant.