Feinstaubplakette für fünf Euro erhältlich: Freie Fahrt in Umweltzonen

Pressemitteilung:
TÜV Hessen , 21.02.2007

Ab 1. März sind die drei neuen Feinstaubplaketten in allen rund 60 TÜV Service-Centern in Hessen erhältlich. Sie sind kreisförmig und im Durchmesser 8 Zentimeter groß und werden hinter die Windschutzscheibe geklebt.





Ab 1. März wird es sie geben, die drei verschiedenfarbigen (rot, grün, gelb) Feinstaubplaketten für Automobile. Sie zeigen an, welche Norm der Abgasreinigung der jeweilige Wagen erfüllt. Und das kann bald in so mancher Stadt entscheidend sein,
wo man mit seinem Auto noch fahren kann oder nicht, wenn gerade „Feinstaubalarm“ ist.

Am 1. März tritt die so genannte Feinstaubverordnung in Kraft. Sie geht auf eine EU-Richtlinie zur Verbesserung der Luftqualität zurück. Die Kommunen erhalten damit die Möglichkeit, für bestimmte Bereiche Fahrverbote auszusprechen, wenn die zulässigen Grenzwerte für die Feinstaubbelastung in einem Jahr mehr als 35 Mal überschritten werden. Doch frühestens ab Sommer sind diese Beschränkungen für Autofahrer zu erwarten: Bisher hat nach Wissen des TÜV Hessen noch keine Stadt eine „Umweltzone“ ausgewiesen.

„Autofahrer brauchen nicht in Hektik zu verfallen. Niemand braucht Angst zu haben, dass sein Auto ab 1. März in der Garage bleiben muss, wenn er dann noch keine Plakette hat. Wir raten erstmal zu einer gewissen Gelassenheit“, sagt der Leiter der Technischen Prüfstellen in Hessen, Ernst Biemer (Darmstadt). Gleichwohl gibt der TÜV Hessen die bunten Sticker (Bild) in allen rund 60 TSC (Adressen unter www.tuev-hessen.de) aus. Dort gibt es die Plakette gegen eine Gebühr von fünf Euro.

Insgesamt gibt es vier Stufen der Einordnungen für Kfz: Die größten Abgas-Schleudern zählen dabei zur niedrigsten Stufe, sie bekommen keine Plakette. Rot steht für den im Vergleich geringsten Grad der Abgasreinigung, Grün für die saubersten Fahrzeuge. Entscheidend für die jeweilige Farbe sind die Emissions-Schlüsselnummern im Kfz-Schein.

Ausführliche Informationen hierzu und die Tabellen mit den Emissions-Schlüsselnummern
gibt es unter www.tuev-hessen.de


Laut Biemer gilt als Faustformel, dass Autos mit der Abgasnorm 2 eine rote Plakette erhalten, die Abgasnorm 3 für die gelbe Plakette und Grün für Euro 4 und besser steht. Wer einen Dieselfilter nachrüste, könne in der Regel eine bessere Schadstoffeinstufung erzielen.

Die Fachleute vom TÜV Hessen beantworten selbstverständlich auch an allen Prüfstellen Fragen rund um die neue Umweltplakette und beraten bezüglich der Umrüstungsmöglichkeiten. Wer sich eine Plakette aufkleben lassen möchte, sollte unbedingt den Fahrzeugschein mitbringen. Darin steht die Emissions-Schlüsselnummer, die Aufschluss über die Schadstoffklasse gibt.

Motorräder, land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind von den Vorschriften ebenso ausgenommen wie Fahrzeuge für medizinische Betreuung, den Transport von Behinderten sowie Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr.


Weitere Infos gibt es auch unter: www.tuev-hessen.de

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