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In Hessen fallen im Bundesvergleich die wenigsten Führerscheinbewerber durch

Pressemitteilung:
BKA - TÜV Hessen , 05.06.2009

Nirgendwo in Deutschland fallen weniger Fahrschüler durch die theoretische und praktische Prüfung als in Hessen. Dies zeigt eine aktuelle Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für das Jahr 2008. Alleine in Niedersachsen erhalten angehende Autofahrer in etwa genauso oft die Fahrerlaubnis auf Anhieb wie in Hessen. Die höchsten Durchfallquoten gibt es dagegen im Osten Deutschlands. Während in Hessen nur jeder Fünfte (19,8 Prozent) bei der Theorieprüfung durchfällt, scheitert in Sachsen-Anhalt fast jeder Zweite (44,4 Prozent) Proband bereits am theoretischen Teil der Prüfung.

Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen liegen gleichauf mit 42,1 auf Platz zwei der Negativstatistik, gefolgt von Brandenburg (41,7 Prozent) und Sachsen (40,4 Prozent). Dabei zeigt der Trend bei der Anzahl der Anläufe in allen neuen Bundesländern im Vergleich zu 2007 eindeutig nach unten – und zwar um durchschnittlich gut 15 Prozent.

Besonders erfolgreich schließen Fahranfänger in Hessen auch die praktische Prüfung ab. Drei von vier Probanden erhalten nach der Prüfungsfahrt ihren Führerschein von einem TÜV Hessen-Prüfer überreicht. Genauso gut schneiden auch die Niedersachsen ab. Die meisten Praxis-Versager hat Hamburg mit 41 Prozent. Die anderen Stadtstaaten Berlin (35,5 Prozent) und Bremen (31,3 Prozent) glänzen ebenfalls nicht mit erfolgreichen Prüflingen. Auch hier ist die Bilanz in ostdeutschen Ländern schlecht: In Sachsen-Anhalt (36,1 Prozent), Sachsen (35,5 Prozent), Thüringen (34,7 Prozent), Brandenburg (32,9 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (30,3 %) fallen im Schnitt rund ein Drittel der Probanden durch die Prüfung.


Führerscheinprüfungen im Ländervergleich (Quelle: KBA, 5.6.2009)
            
Baden-Württemberg 291.677 Theoretische Prüfungen 2008 gesamt / 28,2 % nicht bestanden / 262.106 Praktische Prüfungen 2008 gesamt / 21,9 % nicht bestanden
Bayern 309.588 27,8 % 298.452 24,4 %
Berlin 55.154 34,7 % 54.061 35,5
Brandenburg 58.983 41,7 % 53.917 32,9 %
Bremen 11.451 29,6 % 11.376 31,3 %
Hamburg 25.073 32,5 % 31.350 41,0 %
Hessen 124.927 25,6 % 113.299 19,8 %
Mecklenburg-Vorpommern 46.792 42,4 % 40.142 30,3 %
Niedersachsen 175.004 25,5 % 174.679 22,2 %
Nordrhein-Westfalen 399.098 29,0 % 367.458 24,2 %
Rheinland-Pfalz 97.464 28,8 % 88.513 23,1 %
Saarland 22.947 30,3 % 21.313 27,7 %
Sachsen 94.423 40,4 % 90.181 35,5 %
Sachsen-Anhalt 59.717 44,4 % 53.831 36,1 %
Schleswig-Holstein 59.867 26,3 % 59.256 22,9 %
Thüringen 58.209 42,2 % 55.014 34,7 %

Gesamt 1.890.374 30,4 % 1.774.948 25,7 %