Erste Verkehrsgesellschaft macht TÜV-Zertifikat "Bussicherheit" zur Pflicht für Auftragnehmer
Pressemitteilung:
TÜV Hessen
, 14.05.2009
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Das ist bislang hessenweit einmalig: Als erste Nahverkehrsorganisation hat die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) mit Sitz in Hofheim die Busunternehmen des Kreises zur Zertifizierung durch den TÜV aufgerufen. Fünf von sieben Unternehmen sind dem Aufruf bisher gefolgt, denn die MTV will in Zukunft Aufträge nur an zertifizierte Unternehmen vergeben.
Der TÜV Hessen, der vier der Busbetriebe auditiert und zertifiziert hat, begrüßt die "Aktion Gütesiegel", die die MTV am 14. Mai der Presse vorstellte. Er sieht den Main-Taunus-Kreis damit in einer Vorreiterrolle. Zwar werde die Zertifizierung oft empfohlen, "aber dass sie wie hier vom MTV vorgeschrieben wird, ist hessenweit einmalig".
Die MTV möchte mit der Aktion einen aktiven Beitrag zur Sicherheit und Unfallvermeidung im nicht-öffentlichen Schülerverkehr leisten will. Darunter fallen etwa Fahrten zum Schwimmbad oder zur Turnhalle und die Beförderung von Förderschülern.
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Das grün-blaue TÜV-Zertifikat bescheinigt dem Busbetrieb höchste Qualität und Sicherheit. Sie haben es oder verteilen es: Hans-Christian Morneweg (EmoReisen), Gudrun Harder (Omnibus Kolb), Frank Schneider (TÜV Hessen), Frank Rößler (Omnibus Rößler), KLaus-Wilhelm Hoeck (TÜV Hessen), Kurt Diehl (Omnibusbetrieb Diehl jun.) und Gudrun Georg (Racky Busbetriebe).
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Jährlich fallen im Verantwortungsbereich des MTV rund 1800 solcher Fahrten an. Die MTV hat die Aufgabe, neben der Organisation des öffentlichen Nahverkehrs auch diese Aufträge zu vergeben, seit 2002 sukzessive vom Kreis übernommen. "Im Linienverkehr gibt es bereits Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Etwas ähnliches wollten wir auch im nicht-öffentlichen Verkehr", erklärt MTV-Geschäftsführer Ralf Scholz die Gründe für die "Aktion Gütesiegel".
Im September 2008 beschloss der MTV-Aufsichtsrat, die Busunternehmen des Kreises zur Zertifizierung aufzurufen. Vier der fünf seither zertifizierten Busbetriebe wurden von den Spezialisten für Bussicherheit des TÜV Hessen überprüft. Seit dem Jahr 2004 können Busunternehmen die System- und Sicherheitsexperten von TÜV und DEKRA beauftragen, ihre Qualität und Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen. Anhand von mehr als 50 Fragestellungen wird das betriebsinterne Qualitätsmanagement im Umgang mit Fahrzeugen, Fahrpersonal und Fahrgästen kontrolliert.
Bei den Fahrzeugen interessieren neben dem technischen Zustand beispielsweise auch Wartungsintervalle und Mängelbeseitigung. Außerdem sind Verfahrensanweisungen z.B. für den Fall von Betriebsstörungen (wie Ausfall von Bus oder Fahrer) oder Vereinbarungen mit Subunternehmern von Bedeutung. Bei den Fahrern werden die Qualifikation und Ausbildung wie auch die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten geprüft.
Für Frank Rößler, Inhaber des gleichnamigen Omnibusbetriebs, ein wichtiger Aspekt. "Spätestens ab 2013 wird die Einhaltung gesetzlich verpflichtend digital überprüft", sagt er, "so sind wir schon jetzt vorbereitet". Zudem betrachtet Rößler das Zertifikat als Wettbewerbsvorteil für jene Fahrten, die nicht von der MTV beauftragt werden. "Ein Auftraggeber hat bereits gezielt nach dem Zertifikat gefragt", berichtet er, "bei einem anderen gab es den Ausschlag".
Schließlich profitieren die Fahrgäste von den Zertifizierungen, denn bei den Busunternehmen gewinnt das Thema Sicherheit an Aktualität. Für Auftraggeber wie die MTV signalisiert das Gütesiegel klar, dass das zertifizierte Unternehmen der Sicherheit großen Platz einräumt.
Weitere Infos gibt es auch unter: www.tuev-hessen.de
Interessenten zu diesem Thema können sich an den TÜV Hessen wenden:
Tel.: 0611 18885-21 oder
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