FÜR DEN SCHNEE VON MORGEN
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Achtung: Die nachfolgenden Erläuterungen sollen Ihnen die Zusammenhänge und Hintergründe verständlich machen. Rechtsverbindlich ist jedoch ausschließlich der Wortlaut des Gesetzestextes.
Was ist der Energieausweis?
Der Energieausweis ist ein 5-seitiges Dokument, auf dem die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ausgewiesen wird. In einer Farbskala von grün nach rot wird der Energiekennwert des Gebäudes angegeben. Zusätzlich werden Modernisierungsempfehlungen gegeben. Der TÜV Hessen bietet Ihnen den preiswerten Energieausweis auf Verbrauchsbasis und den aufwändigeren, aber aussagekräftigeren Energieausweis auf Bedarfsbasis an. Den Energieausweis auf Bedarfsbasis erstellt der TÜV Hessen in hoher Qualität, auf Wunsch auch mit dena-Gütesiegel.
Was bringt der Energieausweis?
Wann brauche ich einen Energieausweis für mein Gebäude?
Gibt es Ausnahmen?
Ja. Bei folgenden Gebäuden brauchen Sie keinen Energieausweis:
Wann benötige ich einen bedarfs- und wann einen verbrauchsbasierten Energieausweis?
Seit 1. Oktober 2008 benötigen Sie für Wohngebäude, die vor dem 1. November 1977 erbaut wurden und aus bis zu vier Wohneinheiten bestehen, einen bedarfsbasierten Ausweis. Vorher bereits ausgestellte Ausweise behalten jedoch ihre Gültigkeit. Trifft dies nicht auf das Wohngebäude zu, haben Sie Wahlfreiheit zwischen verbrauchs- und bedarfsbasiertem Ausweis. Beachten Sie jedoch die jeweiligen Vorteile und Nachteile des Verbrauchs- und Bedarfsausweises!
Bei Nichtwohngebäuden können Sie frei zwischen verbrauchs- und bedarfsbasiertem Ausweis wählen.
Wo sind Ausstellung, Aussehen und Inhalt des Energieausweises geregelt?
Das Aussehen, die Berechnung und Ausstellung des Energieausweises wird in Deutschland durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden geregelt. Die aktuelle EnEV 2009 ist am 1. Oktober 2009 in Kraft getreten.
Rechtliche Grundlage für den Energieausweis bildet hierbei die Richtlinie 2002/91/EG des europäischen Parlaments. In dieser Richtlinie wird die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden geregelt. Diese schreibt die Einführung des Energieausweises ab Januar 2006 für alle Mitgliedsstaaten der EU vor.
Wie sieht der Energieausweis aus?
Der Energieausweis besteht aus 5 Seiten:
Seite 1: allgemeine Informationen zum Gebäude
Seite 2: Energiebedarfskennwert
Seite 3: Energieverbrauchskennwert
Seite 4: Begriffserläuterungen
Seite 5: Modernisierungsempfehlungen
Wie lange ist der Energieausweis gültig?
10 Jahre, beginnend mit dem Ausstellungsdatum. Dies gilt sowohl für den Energieverbrauchsausweis als auch für den Energiebedarfsausweis.
Welche Gültigkeit haben Energieausweise, die vor Oktober 2007 ausgestellt wurden?
Ebenfalls 10 Jahre. Auf Energieausweisen, die vor Oktober 2007 ausgestellt wurden, stehen 5 Jahre. Dies wurde nachträglich per Gesetzesänderung auf 10 Jahre erhöht.
Wann verliert der Energieausweis seine Gültigkeit?
Bei Erweiterung der beheizten Nutzfläche um mehr als 50 %, und wenn die hinzukommende Nutzfläche größer als 50 m² ist sowie bei Dämmung oder Austausch von mehr als 10% der Gesamtbauteilfläche eines Außenbauteils. Es ist dann die Ausstellung eines neuen Bedarfsausweises erforderlich.
Welche Fristen gab es?
1. Juli 2008: Für Wohngebäude, die Baujahr 1965 und älter sind, muss ein Energieausweis vorliegen
1. Januar 2009: Auch Wohngebäude, die nach 1965 gebaut wurden, benötigen den Energieausweis.
1. Juli 2009: Alle Nichtwohngebäude benötigen einen Energieausweis
Wer ist ausstellberechtigt?
Bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden:
zusätzlich nur für Wohngebäude:
Alle müssen weitere zusätzliche Qualifikationsnachweise erbringen und über eine ausreichende Berufserfahrung verfügen.
Gilt der Energieausweis des TÜV Hessen bundesweit?
Ja. Der Energieausweis des TÜV Hessen gilt bundesweit. Es spielt keine Rolle aus welchem Bundesland der Aussteller kommt.
Für welche Gebäudearten gilt der Energieausweis?
Der Energieausweis, egal ob auf Verbrauchs- oder Bedarfsbasis gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude.
Was sind Wohngebäude?
Alle Gebäude, die überwiegend zu dauerhaften Wohnzwecken genutzt werden. Dazu zählen Wohnheime und Pflegeheime, aber keine Hotels oder Krankenhäuser.
Was sind Nichtwohngebäude?
Alle Gebäude, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden: öffentliche und nichtöffentliche Dienstleistungs- und Bürogebäude (Rathäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude), Lager- und Fabrikhallen, Flughafen-Gebäude.
Welche Unterschiede zwischen Wohngebäude und Nichtwohngebäude gibt es?
Bei Wohngebäuden wird im Wesentlichen der Energiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung betrachtet.
Bei Nichtwohngebäuden wird zusätzlich der Energiebedarf der Beleuchtung und von Klima-/Lüftungsanlagen bilanziert.
Wird der Energieausweis für das komplette Gebäude oder für eine einzelne Wohnung ausgestellt?
Der Energieausweis wird für das komplette Gebäude ausgestellt.
Ausnahme: Das Gebäude wird teilweise zu Wohnzwecken und teilweise gewerblich genutzt, dann sind zwei getrennte Energieausweise auszustellen.
Was wird bei Mischgebäuden (Wohn- und Nichtwohnnutzung im selben Gebäude z. B. Arztpraxis, Apotheke, Geschäft oder Lager und darüber Wohnungen) gefordert?
Bei Mischgebäuden sind zwei Ausweise vorgeschrieben, einer für den Wohnbereich und einer für den Nichtwohnbereich.
Welche rechtlichen Konsequenzen hat es, wenn ich den Energieausweis nicht vorlegen kann?
Wer den Energieausweis nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zugänglich macht begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Höhe der Geldbuße legt die zuständige Verwaltungsbehörde fest. Sie kann bis zu 5.000 Euro betragen.
Lassen sich die beiden Kennwerte des Verbrauchs- und Bedarfsausweises direkt miteinander vergleichen?
Nein. Ein Vergleich er beiden Energiekennwerte ist nicht möglich. Es werden unterschiedliche Energiebewertungssysteme zu Grunde gelegt. Beim Verbrauchsausweis handelt es sich um den sogenannten Endenergiekennwert, während beim Bedarfsausweis Primärenergie angegeben wird.
Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen Energieausweis und Energiepass?
Beide Begriffe sind gleichwertig, soweit auf die Energieeinsparverordnung Bezug genommen wird. Ebenso werden die Ausdrücke verbrauchsbasierter Energieausweis, Energieausweis auf Verbrauchsbasis, Verbrauchspass und Verbrauchsausweis parallel verwendet. Dies gilt auch für den Bedarfsausweis, Bedarfspass oder bedarfsbasierter Energieausweis.
Was ist ein Verbrauchsausweis?
Er stellt den durchschnittlichen Energieverbrauchskennwert in kWh/m2 im Jahr dar. Diese Werte werden wird auf Basis von Verbrauchsdaten des Energieträgers dreier aufeinanderfolgender Jahre erstellt. Bei Nichtwohngebäuden wird zusätzlich der durchschnittliche Stromverbrauch des Objektes angegeben. Hierbei handelt es sich um Endenergie.
Was sind die Vorteile des Verbrauchsausweises?
Was sind die Nachteile des Verbrauchsausweises?
Wann kann der Verbrauchsausweis nicht ausgestellt werden?
In diesen Fällen können nur Ausweise auf Bedarfsbasis erstellt werden.
Findet beim verbrauchsbasierten Energieausweis ein Vor-Ort-Termin statt?
Nein. Die Datenermittlung erfolgt auf Grundlage eines Erfassungsformulars auf unserer Website.
Werden bei Misch- und Nichtwohngebäuden noch zusätzliche Daten erforderlich?
Ja, es werden noch folgende Daten benötigt:
Wo kann ich den verbrauchsbasierten Energieausweis des TÜV Hessen bestellen?
Sie können den Energieausweis direkt online bestellen. Klicken Sie hier
Was versteht man unter Endenergie?
Als Endenergie bezeichnet man die Energie, die man als Verbraucher direkt nutzt also in Form der Energieträger Heizöl, Benzin oder Strom. In der Endenergie sind also Verluste der Erzeugung, Speicherung und Verteilung der Energie durch die Heizungs-, Kühlungs-und Lüftungsanlage sowie der Warmwasserbereitung und Beleuchtung innerhalb eines Gebäudes berücksichtigt.
Was ist ein Bedarfsausweis?
Er stellt den durchschnittlichen Energiebedarfskennwert in kWh/m2 im Jahr dar. Im Unterschied zum Verbrauchsausweis wird beim Bedarfsausweis der Energiekennwert nicht auf Grundlage des Verbrauchs, sondern nach der vorhandenen energetischen Qualität ihres Gebäudes genau berechnet.
Mit diesen Angaben wird eine Bedarfsrechnungen unter normativen Annahmen für das Klima und die Nutzung erstellt. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass eine sehr neutrale Bewertung von Gebäuden abgegeben wird. Unterschiedliche Nutzer spielen keine Rolle.
Findet beim bedarfsbasierten Energieausweis ein Vor-Ort-Termin statt?
Ja. Bei einem Vor-Ort-Termin wird die Gebäudehülle aufgenommen. Die Qualität von Wänden, Fenstern, Decken und Dächer wird hierbei genau untersucht. Der TÜV-Sachverständige macht sich zudem ein genaues Bild über die vorhandene Anlagentechnik ihres Gebäudes.
Was sind die Vorteile des Bedarfsausweises?
Wann ist die Beantragung eines Bedarfsausweises sinnvoll bzw. zu empfehlen?
Wann ist der Bedarfsausweis nach EnEV auszustellen?
Welche Vorteile habe ich, wenn ich den bedarfsbasierten Energieausweis vom TÜV Hessen ausstellen lasse?
Was bedeutet das dena-Gütesiegel?
Das dena-Gütesiegel dokumentiert eine besonders hohe Qualifikation des Ausstellers und eine besonders sorgfältige Qualität der Datenermittlung und Dokumentation der Berechnungsgrundlagen für den bedarfsbasierten Energieausweis für Wohngebäude. Die Aussteller werden von der Deutschen Energieagentur (dena) regelmäßig kontrolliert. Der TÜV Hessen erfüllt diese hohen Qualitätsstandards. Damit Sie und die Kauf- und Mietinteressenten sich auf die energetische Bewertung des Gebäudes noch mehr verlassen können.
Wie kann ich den bedarfsbasierten Energieausweis des TÜV Hessen beauftragen?
Damit Sie von günstigen Preisen ohne nachträgliche Aufschläge oder kleingedruckte Preiserhöhungen profitieren können, erstellen wir Ihnen ein schriftliches Angebot. Klicken Sie hier
Was versteht man unter Primärenergie?
Primärenergie bildet die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ab. Sie berücksichtigt neben der Endenergie auch die sogenannte „Vorkette“ (Erkundung, Gewinnung, Verteilung, Umwandlung) des jeweils eingesetzten Energieträgers (z.B. Heizöl, Erdgas, Strom, erneuerbare Energien).
Beispielsweise wird aus Erdöl in der Raffinerie Heizöl und Benzin, aus Kohle oder Erdgas wird elektrischer Strom. Primärenergie muss aufbereitet werden, um die Energie besser transportieren und flexibler einsetzen zu können. Bei der Umwandlung geht ein Teil der Energie ungenutzt verloren. Beispielsweise braucht man heute im Schnitt für die Erzeugung einer Kilowattstunde elektrischen Stroms etwa drei Kilowattstunden Primärenergie (Kohle, Erdöl). Die Endenergie Strom ist teure und hochwertige Energie, aber auch umweltbelastend bei der Bereitstellung aus fossilen Energieträgern.
Was bringt eine ergänzende ausführliche Energieberatung?
Welche weiteren Zusatzleistungen kann ich noch vom TÜV Hessen bekommen?
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